Mein Weg weg von Evernote hin zu DEVONthink

Evernote

Wie ich schon mehrfach hier geschrieben habe, bin ich ein großer Fan von Evernote. Viele Projekte habe ich mit Hilfe von Evernote einfach und problemlos realisiert.

Beispielsweise habe ich mit Evernote meine komplette QSL-Karten Sammlung archiviert. Hierüber habe ich in einen eigenen Blogbeitrag berichtet.

Leider gab es aktuell zwei Ereignisse, die mich dazu bewogen haben, über eine weitere Nutzung von Evernote nachzudenken.

  1. Hat Evernote 2016 massiv die Preise für eine Nutzung der verschiedenen Versionen (außer Basic) angehoben. Der Preis für die Jahresnutzung im Paket Premium wurde von 30 Euro auf 60 Euro erhöht.

Die einzige Chance der Preiserhöhung zu entkommen, ist die Reduzierung auf eine kostenlose Basic Version. Die ist allerdings so eingeschränkt, dass sie für mich nicht in Frage kommt.

Das aber war noch gar nicht mal das Schlimmste, obwohl man hier deutlich die Abhängigkeit vom Unternehmen Evernote spüren konnte. Immerhin war Evernote mittlerweile ein großer Teil meines Workflows geworden und nicht einfach „mal so“ zu ersetzen.

Schlimmer wurde es aber noch als:

  1. das Unternehmen im Dezember ankündigte, Mitarbeiter von Evernote dürften ab Januar 2017 Einblick in alle hochgeladenen Dokumente nehmen.

Das geht mal gar nicht!

In meine Daten sollten Evernote Mitarbeiter keinen Einblick haben!

Übrigens ist Evernote in dieser Sache zurückgerudert und hat die Ankündigung zurückgenommen und Mitarbeiter des Unternehmens sollen keinen Einblick in die Daten ihrer User vornehmen können.

Trotzdem war für mich persönlich der Prozess, mich von Evernote zu verabschieden, in Gang gesetzt.

DEVONthink

Mittlerweile habe ich in DEVONthink einen guten Ersatz gefunden. Ich setze die Software jetzt seit ca. 4 Wochen ein.

Ursprünglich hatte ich Angst, dass die weit über 10.000 Notizen, die ich in Evernote gesammelt und archiviert hatte, nicht so einfach von einer anderen App übernommen werden könnte.

Dies war aber unbegründet, denn eine Übernahme der Daten incl. der Tags in DEVONthink war kein Problem.

Ein Nachteil von DEVONThink ist, dass es nicht auf allen Plattformen zur Verfügung steht und auch keinen Online Zugang hat, was für mich persönlich aber nicht weiter schlimm ist.

DEVONThink läuft jetzt auf meinem Mac, auf meinem iPhone und auf meinem iPad seit ca. 4 Wochen völlig problemlos.

Synchronisiert werden meinen Daten hier zu hause über eine Synology Disk Station, auf die ich bei Bedarf auch von „außen“ zugreifen kann.

Eine tägliche Synchronisierung hier in meinem WLAN reicht mir völlig aus.

Die Vorteile:

  1. Ich bin nicht weiter abhängig von irgendeiner Firma, von der ich nicht weiss, ob es sie morgen noch gibt, oder ob sie Einsicht in meine Daten nimmt, oder ob sie wohlmöglich morgen an eine große Datenkrake verkauft wird.
  2. Meine Daten sind nur noch auf meinen eigenen Servern bzw. Rechnern und nirgendwo anders mehr.
  3. Keine weiteren Kosten, außer die für die einmalige Anschaffung der Software.

Eine Konsequenz daraus ist natürlich, dass ich mich selber um entsprechende Backups kümmern muss. Dafür gibt es aber heute viele verschiedene Lösungen. Eine ganz simple Lösung heisst TimeMachine. Trotzdem sollte man regelmäßig weitere externe Backups anfertigen, verschlüsselt natürlich.

Also, falls ihr DEVONThink einmal testen möchtet, könnt ihr eine kostenlose Testversion von der Homepage runterladen. Die Testversion ist uneingeschränkt und läuft 150 Stunden. Also genug Zeit zum testen. Darin könnt ihr auch ausprobieren, ob sich eure Evernote Daten gut importieren lassen. Sollte euch die Software gefallen, könnt ihr euch ganz einfach registrieren.

3 Kommentare
  1. F1JKJ
    F1JKJ says:

    You made me consider the idea of scanning my whole QSL collection, but i am wondering about Devonthink. I’ve heard about it (recent Mac Power Users podcast, for example) but what i still don’t see is: What’s the added value ?

    Let’s say I’m scanning my cards with OCR, i name them after the station callsign, and i store them as PDFs. Which information will i have access to with Devonthink that I won’t have with spotlight ?

    73 de F1KJ

  2. Michael
    Michael says:

    Hi Laurent,

    if you just wan’t to use Devonthink to manage your QSL Collection on your own computer, there is not much added value. It was just an example to my use of Evernote. One thing might be an advantage for you, if you want to carry your QSL Collection with you. With Devonthink you can synchronize your data with your iPhone or your iPad.
    Devonthink is a very complex way to collect, manage und find anything of data you want. You can store everything you want in the database, nearly like Evernote. The advantage is that you have „your“ data on „your“ devices and not in any cloud system of any company. You don’t know what they will do with your data in the future.

    73 de Michael, DL2YMR

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  1. […] Warum ich auf DEVONThink umgestiegen bin, könnt ihr hier nachlesen. […]

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