Elecraft P3 Panadapter

Der P3 ein Gerät zum visualisieren von Frequenzbereichen. Konzipiert ist er für die Zusammenarbeit mit dem Elecraft K3, kann aber auch an jedem anderen Transceiver mit einem ZF-Ausgang betrieben werden.

Das Prinzip ist folgendes:
Die ZF wird aus dem Transceiver abgenommen und im P3 aufgearbeitet, so dass sie auf dem Bildschirm dargestellt werden kann. Die Bandbreite beträgt maximal 200 kHz und minimal 2 kHz. Das reicht aus, um die meisten Amateurfunkbänder oder zumindest deren wichtigsten Bereiche – z.B. für DX – beobachten zu können, oder sich z. b. ein SSB Signal sehr genau anzusehen.

Die ZF kann in einem weiten Bereich von 455 kHz bis 21,7 MHz programmiert werden. Betreibt man den Panadapter an einem K3 braucht man diese Programmierung nicht vornehmen. Die Geräte erkennen sich direkt und arbeiten hervorragend zusammen.

Der P3 ist als Bausatz oder als Fertiggerät bei Elecraft in den USA erhältlich. In Deutschland kann man ihn bei QRProjekt in Berlin beziehen.

Als Bausatz ist der P3 schnell zusammengebaut. Man muss lediglich das Gehäuse zusammenschrauben, 3 Platinen einbauen und das ganze mit entsprechenden Kabeln zu verbinden. Ein komplettes Handbuch zum P3 gibt es hier.

Um den P3 in Betrieb zu nehmen reichen schon 2 Kabel aus. Ein Stromkabel und ein Kabel mit dem man die ZF in den P3 einspeist. Für die Arbeit mit einem K3 schließt man zusätzlich ein RS232 Kabel an. Nun versteht der P3 die Befehle des K3 und zeigt z.B. gleich die richtige Frequenz an. Am Panadapter kann man nun die gewünschte Frequenz an den K3 übergeben. Mit einem Marker zeigt man auf ein Signal und durch einen Tastdruck wird die Frequenz an den K3 übertragen.

Die Frequenzbereiche sind am P3 entweder als Spectrum mit Wasserfall, oder lediglich als Spectrum darstellbar.

Die Bilder sind direkt aus dem P3 ausgelesen. Mit einer Software, dem P3 Utility, ist das machbar.

Am P3 selbst lassen sich über Keys noch viele Einstellungen vornehmen, deren Erklärung diesen Beitrag jedoch sprengen würde. Ich empfehle für weitere Informationen das Handbuch zu lesen.

In mein Shack hat sich der P3 gut integriert, und ich möchte ihn auch nicht mehr missen. Gibt er mir doch die Möglichkeit, ein Amateurfunkband mit einem Blick beurteilen zu können, schnell DX-Stationen auszumachen und per Knopfdruck flux auf die Frequenz zu wecheseln.

Sehr gute Dienste leistet so ein Panadapter auch zum Knacken von Pileups.

Mit einem Blick sieht man die anrufende DX Station und gleichzeitig auch die Horde von anrufenden Stationen ein paar Kiloherz höher. Man sieht direkt auf welcher Frequenz die DX Station gerade hört. Klick – und man ist auf der richtigen frequenz und im Nu ist das DX im Log.

20 Kommentare
  1. Roger DL2YPD
    Roger DL2YPD says:

    Der P3 ist wirklich gut. Ich kenne einen Teil der Vorteile schon vom TS-870S mit dem SM-230.
    Der große Vorteil des Elecraft P3 ist dass er mit allen Transceivern funktioniert die einen ZF-Ausgang haben. Beim P3 kann die ZF programmiert werden! ! !

    73, Roger ДЛ2ЫДП

  2. Henning DJ7HH
    Henning DJ7HH says:

    Hallo, lieber OM,
    ganz so leicht und komplikations – wie dargestellt- ist es im DX -Pile up nicht.
    Man findet die DX Station nach einiger Zeit. Evtl. mit dem Cluster.
    Dann sieht man auch auf dem P3 die anrufenden Stationen.
    Welche gerade das Qso macht ist nicht so leicht herauszufinden,.
    weil immer wieder einige evtl. sogar sehr viele rufen, die nicht gemeint sind. Man braucht dann eine gewisse Schnelligkeit um mit dem Marker einzustellen und dann wieder hin und her zu schalten.
    Ob das QSO schneller im Log ist, wage ich zu bezweifeln.
    Oder mache ich etwas falsch?
    73 de Henning

  3. Michael
    Michael says:

    Hallo Henning,

    es geht wirklich sehr einfach. Ich habe heute ein 10 kHz breites Pileup von PJ2/W1NG beim 1. Anruf geknackt.
    Als erstes suche ich mir die Frequenz der DX Station. In diesem Fall hatte ich die QRG aus dem DX Cluster. Mit Schreck stellte ich fest, dass wirklich ein enormes PileUp herschte. Das Ganze spielte sich im 20 Meter Band ab auf 14.035 – 14.045 kHz. Der Grund ist, dass PJ2 ein neues DXCC ist, welches es erst seit ca. einem Monat gibt. Ich berichtete auf diesem Blog. Nach ein wenig beobachten zeigte sich sehr schnell, wie der OM arbeitet. Er ging in seiner Empfangsfrequenz immer etwas höher. Ich hörte seine Empfangsfrequenz mit dem Zweitempfänger im K3 ab. Nachdem ich zwei Anrufer eindeutig identifiziert hatte setzte ich den 2. VFO minimal über die zuletzt gehörte Station und gab einmal mein Rufzeichen, mit dem PJ2/W1NG sofort zurückkam. DX im Log!!
    Es geht natürlich am besten in CW 🙂

    Voraussichtlich werde ich demnächst ein Video produzieren, in dem ich die Vorgehensweise detailiert erklären werde.

    Viele Grüße
    Michael, DL2YMR

  4. Henning DJ7HH
    Henning DJ7HH says:

    Hallo, OM Michael,
    vielen Dank für die Mail. Ich werde das mal probieren.
    Meine Station ist die Gleiche, wie Sie sie benutzen.
    Ich freue mich schon auf Ihr „Video“. Lassen Sie es mich bitte wissen, wenn es fertig ist.
    73 de Henning

  5. Hess DJ7HH
    Hess DJ7HH says:

    Lieber OM,
    haben Sie das Video fertig?
    Wo ist es gegebenenfalls zu sehen?
    Benutzen Sie ein Programm wie z. B. Mix W oder ein ähnliches mit der Gerätekombination?
    73 de Henning (DJ7HH)

  6. Michael
    Michael says:

    Hallo lieber OM Henning,

    sorry für das Delay, ich war etwas länger nicht qrv.

    Das Video ist geplant und soll auch produziert werden – sobald es fertig ist, werde ich das hier auf dem Blog veröffentlichen.

    In den digitalen Betriebsarten nutze ich in den meisten Fällen HamRadioDeluxe. Diese Software von Simon Brown gefällt mir außerordentlich gut und man kann fast alle gängigen Digitalbetriebsarten damit durchführen.

    Sie hat lediglich mit dem K3 im SSB Modus ein Problem. Während des Betriebes in SSB steigt ab und an die AGC aus. Das ist bedingt durch die vielen Pollversuche auf der seriellen Schnittstelle von HRD. Mal sehen ob Simon das noch fixt.

    Viele Grüße und 73 de
    Michael, DL2YMR

  7. Bernd
    Bernd says:

    Hallo lbr OM Michael,
    ich habe gerade Deine interessante website entdeckt. Da mich im Moment als Telegrafist der K3 brennend interessiert, hätte ich das noch ein paar Fragen.
    Kann man den Panadapter auch auf einem externen Monitor darstellen?
    Das benötigte Signal wird vom P3 (dem Bildschirm) zur Verfügung gestellt?
    Ein PC ist (hoffentlich) nicht nötig.
    Welchen Bildschirmanschluß wird benötigt (VGA / DVI)?

    Danke für die Antworten,
    Bernd – DL9UAS

  8. Michael, DL2YMR
    Michael, DL2YMR says:

    Hallo Bernd,

    ja man kann an den P3 einen VGA Monitor anschließen und sich die Signale dann dort ansehen.
    Du benötigst allerdings eine Zusatzplatine: Video Adapter / FFT Processor add-in for the P3.
    Kannst du dir auf der Seite von Elecraft ansehen.
    Falls du dir den K3 kaufen solltest, wirst du es – gerade als Telegrafist – nicht bereuen.

    Viele Grüße und 73 de
    Michael, DL2YMR

  9. Bernd
    Bernd says:

    Das klingt ja prima Michael. Habe bereits den K2 und dessen Telegrafieeigenschaften sind schon gut. Die Umschaltung beim Splitbetrieb hört man nicht und die Gegenstation ist wirklich immer zwischen den eigenen Zeichen hörbar. Beim K3 wird es wohl nicht anders sein!?

  10. Michael
    Michael says:

    Hallo Bernd,

    ja das ist beim K3 auch so. Allerdings hat der K3 nicht diesen weichen typischen K2-Sound. Der K3 klingt etwas härter. Du kannst dir ja mal auf YouTube einige Videos zum K3 ansehen, wo der Sound mit rüberkommt. Von den Empfangsleistungen ist der K3 deutlich besser als der K2, auch das QSK ist genial.

    Viele Grüße
    Michael, DL2YMR

  11. Bernd
    Bernd says:

    Michael, dann werde ich mich mal auf die Suche nach den videos machen, oder hast Du eigene Quellen für mich.?

  12. Bernd
    Bernd says:

    Hallo Michael, auf Youtube habe ich wirklich viel gefunden. U. a. auch eine Software (NaP3) von F5VNB, mit der man den K3 zus. mit dem Modul LP-Pan am PC bedienen kann. Hast du da irgendwelche Erfahrungen. Da dabei auch das Spektrum wie beim P3 Panadapter dargestellt wird, kann man sich diesen wohl sparen?
    VY 73 de Bernd – DL9UAS

  13. Michael
    Michael says:

    Hallo Bernd,

    Erfahrungen habe ich damit nicht. Aber ich habe mich mit dem LP-Pan auch beschäftigt. An sich eine gute Sache, der Nachteil: Du musst immer den PC an haben, wenn du Signale auf dem Bildschirm sehen willst. Aber LP-Pan ist eine sehr gute Sache, wenn das mit dem PC keine Rolle spielt. Die Fa. Telepost ist auch zu empfehlen. Ich habe von denen den LP-100A (siehe meinen Blog) und damit mehr als zufrieden. Also, es liegt an dir 🙂 Hier noch ein Link mit einem Vergleich zwischen den beiden Geräten:
    http://www.telepostinc.com/P3_comp.html

    Viel Spaß und 73 de
    Michael, DL2YMR

  14. Bernd
    Bernd says:

    Danke Michael,
    das mit dem PC ist u.U. ein Nachteil. Bietet jedoch mehr Bedienkomfort. Zur Not kann man sich ja beides anschaffen, den LP-Pan sowie den P3 Panadapter? Die Frage ist nur ob man dann im Shack die Geräte umklemmen muss (ich weiß ja nicht wie das alles verdrahtet/angeschlossen wird).
    Wobei mir es als Telegrafist mit dem P3 in Verbindung mit einem LCD-Monitor vollkommen ausreichen würde.

    Frage: gibt es das Zubehör (LP-100A oder LP-500) von telepostinc auch komplett aufgebaut zu kaufen?

    VY 73 de Bernd

  15. Michel
    Michel says:

    Hallo Bernd,

    ja, den gibt es auch komplett aufgebaut zu kaufen. Auf der Seite von Telepost bei Order kann man Assembled auswählen.
    Man muss bei dem Bausatz allerdings nur die bedrahteten Bauteile einlöten. Zumindest war das bei meinem LP-100A so. Also kein SMD löten.

    Gruß
    Michael, DL2YMR

  16. Bernd
    Bernd says:

    Hallo Michael,
    ich besitze nun schon seit einiger Zeit meinen K3 incl. P3 und KPA500, also die komplette Line. Einfach wunderbar. Den P3 lasse ich wahlweise auch mal über den Monitor laufen. Damit habe ich, wie Du schon an anderer Stelle beschrieben hast, viele pile ups im ersten Anruf geknackt. Der 2. VFO liefert hier wirklich tolle Dienste und CW ist damit echt toll. Vor allem wenn man die beiden VFOs jeweils auf ein Ohr des Kopfhörers legt. Das ist selbst mit einem Flex5000 so nicht ohne weiteres möglich.
    An anderer Stelle hast Du einige Funktionen des P3 gezeigt. Das Spektrum war dabei fixiert und der VFO lief über das Spektrum, ohne dies zu verschieben – wie geht das?
    Und für mich eine weitere wichtige Frage: wenn ein TRX keinen ZF-Ausgang für den P3 hat, lässt sich so was nachrüsten? Bin leider technisch nicht so versiert aber ich denke, dass es mit einem modernen TRX funktionieren müsste.
    Ich denke da an einen IC-9100 während eines Fileddays.
    Vielleicht kannst Du mir meine beiden Fragen beantworten.
    TNX & VY 73 de Bernd

  17. Michael
    Michael says:

    Hallo Bernd,

    herzlichen Glückwunsch zur K-Line. ich freue mich, dass du dich dafür entschieden hast, denn diese Line macht einfach nur Spaß 🙂
    Zu deinen Fragen, schau dir mal beim P3 den Menueintrag FixTrack an. Dort kannst du einstellen, ob die Anzeige statisch ist und der Cursor sich über den Bildschirm bewegt. Zum Anschluß eines Transceivers an den P3 benötigst du einen ZF-Ausgang am Gerät. Ob der 9100 so etwas hat, weiss ich nicht, da ich das Gerät nicht kenne. Du kannst eine ZF zwischen 455 kHz und 21,7 MHz in den P3 geben. Er lässt sich über den Menueintrag XCVR Def einprogrammieren.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.

    Viel Spaß weiterhin beim geneinsamen Hobby
    73 de Michael, DL2YMR

  18. Bernd
    Bernd says:

    Hallo Michael,
    ja, Du konntest mir helfen. Habe den entsprechenden Menüpunkt gefunden. Und das mit dem IC-9100 kläre ich dann mal mit dem Händler ab.

    VY 73 de Bernd

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