Olympus Zuiko Auto S 50 mm 1.4

Im Moment treibe ich mich mal wieder ein wenig in der Analogfotografie rum.

Angefangen hat das alles vor einem Jahr, als ich die Yashica MAT 124 G ersteigert hatte. Der erste Film, den ich damit belichtet habe, war schon ein paar Jahre abgelaufen, und so war das Ergebnis nicht allzu toll.

Jetzt habe ich die Yashica wieder aus dem Schrank geholt. Der Film, den ich eingelegt habe, ist zwar auch schon abgelaufen, aber halt nicht so lange wie der erste. Mal sehen was dabei raus kommt.

Ein Schwung „nicht abgelaufene“ Filme ist aber schon gekauft und wartet auf seinen Einsatz.

Bei der Aktion viel mir auch wieder „die alte Dame“ (meine alte Olympus OM-20) in die Hände.

Es wäre doch ein Spaß, damit auch mal wieder Fotos zu machen. Einen Film mit Ablaufdatum 2006 hatte ich auch noch im Schrank. Flux wurde der eingelegt und fleißig Fotos gemacht.

Nächste Woche werde ich den Film entwickeln lassen.

Genau das entschleunigt die Fotografie ungemein. Man geht viel überlegter an die Motive heran und das Erlebnis Fotografie ist viel intensiver, als mit herkömmlichen Digitalkameras.

Neue Objektive

Ein paar Tage später sah ich in eBay Kleinanzeigen ein günstiges Angebot für ein Zuiko 50mm 1.4. Ein Lichtriese mit einem sagenhaften Bokeh.

Als Zugabe war in dem Angebot auch noch ein 75-150 Blende 4.0 und ein paar Nahlinsen und Filter. Das war eigentlich alles Beiwerk zum 50mm, aber war halt dabei.

Leider waren die Objektive beide nicht in Ordnung. Beim 1.4er klemmte der Blendenring und beim 75-150 funktionierte die Blende überhaupt nicht.

Ich musste also beide Objektive zerlegen und reparieren, was auch ganz gut gelungen ist und beide Objektive arbeiten jetzt so wie sie sollen.

Leider ist aber auch in beiden Linsen Staub. Bei einem Alter von fast 40 Jahren ist das aber auch kein Wunder. Ich denke aber, dass sich der Staub auf das Bildergebnis nicht auswirken wird.

Witzigerweise war auch von dem 75-150 noch ein Original Rechnungsbeleg dabei.

Da steht zwar 2.8 75-150, aber ein 2.8 gab es meines Wissens nach nicht im Olympussystem. Ich gehe davon aus, dass es sich um das 4.0 handelt, welches ich jetzt hier in den Händen halte. 548,- Mark waren 1980 schon ne ganze Menge Kohle.

Naja, wie dem auch sei – ich gehe jetzt raus ein paar Fotos machen.

DL2YMR als photo_michel jetzt auch auf Instagram

Vielleicht ist es dem ein oder anderen von euch aufgefallen. Seit ein paar Wochen zeige ich hier auf dem Block auch den aktuellen Status meines Instagram Kontos.

instagram

Wer möchte, kann sich dort in meinem Konto ein wenig umsehen. Ich zeige dort Fotos aus vielen Bereichen wie z.B. Protraitfotografie, Reisefotografie, Still Live usw.

Natürlich kann man mir auch dort folgen. Dazu einfach auf mein Profil gehen: https://www.instagram.com/photo_michel/

und dort „+ Folgen“ aktivieren.

Würde mich freuen, wenn wir uns auch auf Instagram treffen würden.

 

Hamradio 2016

Die Anreise

Ende Juni zieht es uns für gewöhnlich nach Friedrichshafen an den Bodensee zur Hamradio, Europas größter Amateurfunkmesse.

So auch in diesem Jahr.

Der Weg zur Hamradio

Die 650 km sind zwar immer ganz schön weit, aber mit meinen beiden Beifahrern Norbert, DL1YDW und Roger, DL2YDP, ist es, durch die angeregten Unterhaltungen während der Fahrt, immer sehr kurzweilig.

Unser Hotel, welches wir schon seit Jahren buchen, wurde im letzen Jahr dem Erdboden gleich gemacht. Angedeutet wurde das ja schon seit mehreren Jahren und nun haben sie es tatsächlich getan.

Ein wenig ärgerlich ist, dass auch der Grieche, der sich in dem Gebäude befand, nun auch nicht mehr da ist.

Hotel Schöllhorn

Es war Usus, am ersten Tag immer bei diesem Griechen Essen zu fassen. Gott sei Dank gibt es aber jede Menge Alternativen. So z.B. das Steakhouse Tiffany, war jetzt nicht die schlechteste.

Steak bei Tiffany

Ein anderes Hotel hatten wir schon im letzen Jahr gebucht. Wenn es uns weiterhin haben möchte, könnten wir dort die nächsten 10 oder 20 Jahre übernachten. Naja mal sehen wie lange es durchhält, das neueste ist es nämlich auch nicht, dafür aber gemütlich und insgesamt sehr gut.

Zum Essen trafen wir uns mit Christian, DK5CM, dessen Teleobjektiv für die E-M1 ich am Abend noch testen durfte.

Christian hat übrigens einen schönen Film auf der Hamradio gedreht.

Hier sind ein paar Testshoots, die ich mit dem Objektiv vom Christian gemacht habe.

 

Am Ende des Tages wurde noch ein wenig geklönt und wir freuten uns auf den nächsten Tag und auf die Hamradio.

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Die Hamradio

Am nächsten morgen ging es, wie üblich, zur Bushaltestelle am Bahnhof um mit dem Messebus zum Messegelände zu fahren.

Bahnhof

Messebus

Als erstes bin ich in diesem Jahr zum Stand der ARRL gegangen, um DXCC Entities eintragen zu lassen. Diese hatte ich bisher lediglich per QSL-Karte und noch nicht per LOTW bestätigt. Das waren 17 Länder. Wichtig ist das für den Länderstand meines DXCCs.

DL2YMR beim Karten auswerten

Ansonsten war die Hamradio wie immer. Flohmarkt mal wieder etwas kleiner (mein Eindruck) und die Halle der Kommerziellen wie immer. Klar gab es wieder einige Neuigkeiten, wie z. B. den KX2 von Elecraft.

Darüber wird aber wohl noch reichlich berichtet werden, das brauche ich hier nich auch noch machen.

Bilder von der Hamradio

Abends an der Promenade

Das Wetter war die ganze Zeit über gut. Am Freitag war es sehr heiss, und so kam es abends zu einem leichten Gewitter am Bodensee. Das war interessant und brachte fotografisch ein paar gute Bilder ein.

 

Hamradio und Maker Faire

Am Samstag ging es wieder auf die Messe und die gleichzeitig stattfindende Maker Faire. Interessant und sehr gut war der Vortrag von DK7ZB zu Märchen und Fakten aus dem Antennenwald. Ein Foto in der Galerie ist auch von unserem kleinen Twittertreffen auf der Ham.

Am Sonntag ging es dann schon wieder auf die Rückreise. Also die 650 km wieder abspulen, nur in der anderen Richtung.

Fazit: War wieder ne gute Ham. Hat sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns wieder auf das nächste Jahr in Friedrichshafen.

Merkurtransit 09.05.2016 fotografiert mit der Olympus OM-D E-M1

Merkurtransit

Heute zog von 13:02 bis 20:40 der Merkur vor der Sonne her.

Merkurtransit

Von Mitteleuropa war das Schauspiel gut zu fotografieren. Mit bloßem Auge (Vorsicht Verletzungsgefahr -> nur mit entsprechenden Filtern direkt in die Sonne sehen. Niemals ohne!!!) war das Schauspiel nicht zu erkennen.

Der Merkur ist dafür viel zu klein mit seinen 4.880 km Durchmesser.

Normalerweise benötigt man dafür mindestens ein Amateurteleskop.

Es geht aber auch anders:

Für meine Olympus OM-D E-M1 besitze ich ein Objektiv mit der Brennweite von 75-300 mm. Bei Micro Four Thirds ist durch den kleineren Sensor der Bildausschnitt anders und er entspricht bei diesem Objektiv einer maximalen Brennweite von 600mm äquivalent zum Vollformatsensor. Das ist ma gar nicht schlecht, und sollte zum fotografieren von Merkur eigentlich reichen.

Zum Fokussieren verwendete ich die Hyperfokaldistanz, weil ein Fokussieren direkt auf die Sonne nicht funktioniert. Die Hyperfokaldistianz ist die Entfernung, auf die man fokussiert, um von der fokussierten Stelle bis unendlich alles scharf im Bild zu haben. Hierfür gibt es Tabellen oder auch Apps, die dabei gut unterstützen können. Ich nutze für solche Berechnungen gern Photopills auf meinem iPhone.

Ich wollte mit Blende 16 und einer Brennweite von 300 (600) mm fotografieren. Ich suchte mir die richtige Entfernungseinstellung aus der Tabelle von Photopills.

hyperfokaldistanz

Dann suchte ich mir ein Objekt, was ca. 400 Meter entfernt war und fokussierte darauf. Mit dieser Einstellung sollte auch die Sonne in der Aufnahme scharf abgebildet werden.

Ein Vorteil der Oly seit dem letztem Firmwareupdate ist die Möglichkeit, mit dem elektronischen Verschluss bis zu 1/16.000 Sekunde belichten zu können. Das ist schon extrem kurz und dennoch reichte das trotz Blende 16 bei ISO 200 keineswegs zum fotografieren des Merkurs vor der strahlenden Sonne.

Ich setzte deswegen noch einen ND (Neutraldichte) Filter mit einer Stärke von 2,7, das entspricht ungefähr 9 Blendenstufen, vor das Objektiv.

Nun die Kamera Richtung Sonne. Das Bild war dann relativ schnell im Kasten, nur sehen konnte man Merkur immer noch nicht – alles viel zu hell.

Ich musste in der Bildbearbeitung die Helligkeit weiter reduzieren um Merkur endlich sehen zu können. Aber es hat sich gelohnt! man sieht auf dem Bild den kleinen Merkur vor der großen Sonne und im oberen Bereich der Sonne auch noch einen ausgeprägten Sonnenfleck.

MerkurTransit 2016