Welches Objektiv ist das richtige?

Nun war es soweit, ich stand – wie viele andere auch – vor dem Problem ein für mich passendes Standardzoom für meine Kamera zu finden, um die Standard – Kitlinse zu ersetzen. So zu sagen ein „Immerdrauf“ oder sagen wir zumindest ein „Meistensdrauf“.

Ich weiß, dieses Thema ist schon tausendfach diskutiert und auch in den verschiedensten Foren beschrieben worden.

Trotzdem stehen bei jedem Fotografen andere Entscheidungskriterien im Vordergrund und so musste ich darüber nachdenken, welche das denn eigentlich für mich sind.

Die von mir gestellten Kriterien für die Auswahl waren

  • eine möglichst große Offenblende
  • eine möglichst keine Anfangsbrennweite
  • eine gute Telebrennweite
  • Image Stabilisator
  • möglichst großer fotografischer Einsatzbereich

In diesem Bereich kamen verschiedene Objektive für mich in Frage. Die wichtigsten waren:

  • Tamron 17-55 2.8
  • Canon EF 24-70 L 2.8
  • Canon EF 24-105 L 4
  • Canon EF-S 17-55 2.8

Das Tamron fiel aus der Liste, als ich es mir im hiesigen MM mal angesehen und ausprobiert habe. Es entsprach nicht meinen Vorstellungen von Fokussiergeschwindigkeit und mir persönlich war es auch beim fokussieren  zu laut.

Das 24-105 von Canon gefiel mir schon recht gut. Der Telebereich gefiel mir besonders gut und sollte meinen fotografischen Gewohnheiten schon recht nahe kommen. Das 24-70 2.8 war mir schlicht und ergreifend zu schwer und zu teuer. Es blieb noch das EF-S 17-55 2.8 übrig. Dieses Objektiv hat einen sauschnellen USM Motor und macht absolut knackscharfe Bilder. Steht also dem L Objektiv in nichts nach, mal abgesehen von der Verarbeitung. Sehr gut gefiel mir bei diesem Objektiv die schöne Offenblende mit dem entsprechenden Bokeh.

Die Entscheidung sollte also fallen zwischen dem Canon EF 24-105 4.0 und dem Canon EF-S 17-55 2.8

Der große Vorteil des EF-S ist die große Offenblende von 2.8, der Vorteil des EF 24-105 die hohe Telebrennweite.

Als ich darüber nachdachte, wie ich feststellen könnte in welchem Brennweitenbereich ich hauptsächlich mit meinem derzeitigen Immerdrauf – ein Canon EF-S 17-85 fotografiere, fiel mir meine Bildersammlung in Lightroom ein.
In meiner Bildersammlung befinden sich derzeit ca. 35.000 Bilder – das sollte für eine Analyse reichen.

Aber wie????

In Lightroom bekomme ich über die Metadaten ja eine schöne Aufstellung, mit welchem Objektiv ich das Foto gemacht habe. Was allerdings in dieser Aufstellung fehlt, ist die eingestellte Brennweite am Objektiv.

Wie komme ich also an eine vernünftige Aufstellung aller Brennweiten mit denen ich fotografiert habe?

Nach ein wenig Recherche im Internet fand ich ein dafür geniales Plugin von Jeffrey Friedl: Focal-length Plot

Dieses Plugin habe ich in mein Lightroom integriert und es funktionierte auf anhieb und es tat genau das was ich in Lightroom selbst vermisst habe. Es machte mir eine sehr schöne tabellarische Aufstellung der verwendeten Brennweiten in meinem Lightroom-Katalog.

Nach der Auswertung stellte ich fest, dass ich die hohe Telebrennweite nicht so häufig brauche, wie eine Weitwinkelbrennweite. Für die Telebrennweite kann ich noch den Vorteil der Cropkamera nutzen.

Ich habe mich für das Canon EF-S 17-55 2.8 entschieden. Und im nachhinein kann ich sagen, es richtig gemacht zu haben. Entgegen meiner ursprünglichen Meinung fehlt mir die Telebrennweite nicht so sehr wie ich vermutet hatte.
Nun bin ich froh über die hohe Anfangsblende und den Weitwinkelbereich.

Quelle des Fotos: Cannon Deutschland GmbH

Hier geht es zur Canon Homepage
Die Seite des Objetivs bei Canon
Zum Plugin von Jeffrey Friedl

 

 

 

 

 

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