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Messung am Eingang eines QRP TRX mit dem Red Pitaya

 

Um erste Messungen mit dem Red Pitaya zu machen, holte ich ein 40 Meter Monobandtransceiver aus dem Schrank. Das Funkgerät war ein Selbstbauprojekt und schlummert seit einigen Jahren hier im Schrank.

Es handelt sich dabei um einen Bausatz von DL9RM, der in der CQDL 9/93 und ff beschrieben wurde.

Als Mitglied des DARC kann man sich die entsprechende Ausgabe hier herunterladen:

http://www.darc.de/cqdlarchiv/CQDL09-1993.pdf

Der Eingangskreis des TRX ist relativ simple und kann auch schnell mit ein paar Bauteilen auf einem Steckbrett nachgebaut werden. Der Eingang erinnert mich übrigens sehr stark an des Elmer Projekt, bei dem ich dabei bin den SW40 auf einem Steckbrett nachzubauen.

Schaltbild

Abzustimmen sind im Eingangskreis die beiden 10,7 MHz Filter auf maximalen Eingangspegel. Ich habe dafür im Browser auf dem Red Pitaya den „Frequency Response Analyzer“ gestartet.

Der Ausgang des Red Pitaya wird an den HF-Eingang, also die Antennenbuchse des Transceivers, gelegt. Am Eingang habe ich einen Testkopf angeschlossen, mit dem ich verschiedene Punkte in der Schaltung abgetastet habe. Zum Einstellen der beiden Filter habe ich Pin 1 am Eingang des Mischer ICs NE 612 genutzt.

Tastpunkt

Die Einstellung ging ganz einfach von der Hand. Natürlich war der Eingang schon optimal abgeglichen, aber durch ein wenig verstellen konnte man die Auswirkungen am Red Pitaya sehr gut beobachten.

Messung 1

Messung 2

Messung 3

Ich wollte schon immer mal einen Pixie bauen

Zufällig sah ich unlängst in eBay dieses Angebot:

Pixie in eBay

 

Da ich sowieso irgendwann mal einen Pixie bauen wollte, habe ich mir das Angebot aus Hongkong kommen lassen.

Ca. 4 Wochen nach der Bestellung lag der Bausatz am letzten Samstag im Briefkasten.

Am Sonntag habe ich das kleine Gerätchen in ca. 1,5 Stunden aufgebaut. Der Bausatz beinhaltete einen Bestückungsplan, einen Schaltplan, die Bauteile und die Platine.

Anhand des Bestückungsplans war es sehr einfach, das Gerät aufzubauen. Damit ihr euch den Aufbau ansehen könnt, habe ich ein Timelapse davon erstellt:

Der Pixie funktionierte auf anhieb ohne jegliche Probleme. Das Netzteil hatte ich für den ersten Test auf 100 mA Strombegrenzt. Die Stromaufnahme betrug im Empfangsbetrieb jedoch lediglich knappe 10 mA.

Stromaufnahme Pixie RX

 

Auf Sendung mit einer Ausgangsleistung von ca. 200 mW an einer abgestimmten Antenne betrug die Stromaufnahme ca. 80 mA.

Stromaufnahme Pixie TX

 

 

Und wer wissen möchte, wie sich ein Pixie anhört, kann das unten stehende Soundfile starten. Der Sound kam direkt aus der Kopfhörerbuchse des Pixies und ist ca. 50 Sekunden lang.

 

 

Übrigens kam mir auch hier wieder meine PowerPole© Umstellung zugute, zumal ich mir einen Hohlstecker auf PowerPole© Adapter schon gebaut hatte 🙂

Pixie mit PowerPole©

 

 

 

3 Jahre Abstinenz Yaesu FT-817

Da isser wieder!

Vor 3 Jahren habe ich meinen Yaesu FT-817 verkauft. Und nun hat ein neuer FT-817 ND den Weg zu mir ins Shack gefunden.

Wie kam es dazu?

Irgendwie hat er mir doch ein wenig gefehlt.
Nicht nur für Portabelaktivitäten, sondern auch auf dem Nachttisch. Der 817 ist ja bekanntlich mit normalen Batterien bzw. Akkus zufrieden. Man ist also unabhängig vom Stromnetz oder großen externen Akkus und kann das Gerät mal just mitnehmen, auch wenn es nur zum Nachttisch ist. Eine kleine Antenne dran und man ist sofort QRV.

FT-817

Der eigentliche Grund ihn mir gerade jetzt wieder zu kaufen, war die Cashback Aktion von Yaesu. Konkret gibt es für den Kauf eines FT-817 50 Euro Cashback. Die Aktion läuft vom 26. Juni bis zum 30. September 2015.

Und als ich dann noch einen sehr günstigen Preis bei einem Amateurfunkhändler von 529,- Euro fand, war die Sache klar.

Man bekommt also im Moment schon für 479,- Euro einen nagelneuen FT-817ND. Zum Vergleich: Der aktuell bei den meisten Händler angebotene Preis beträgt 599,- Euro.

Das war Grund genug.

Und was gab es noch?

Der Ein oder Andere hat es vielleicht auf den Bildern schon gesehen. Mein neuer 817ND ist schon nicht mehr im Originalzustand. Ich habe direkt bei Palm Radio ein Montagekit für das Pico Palm Paddle und die genialen Peglegs bestellt. Bei den Peglegs handelt es sich um kleine Aufstellbügel, die man am 817 anschrauben kann. Ich kannte die Teile schon von meinem ersten 817. Ich kann sie nur jedem empfehlen, die sind unschlagbar.

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Da ich am Montagekit meine Pico Paddles gleich betreiben konnte, war auch schnell das erste QSO im Log. Mit 5 Watt an meiner Vertikal ging es auf 10 Meter nach Frankreich zu Dick, F6DXE. Nein, nein, es war nicht dieses 599 QSO. Nee wir haben uns eine Weile in CW unterhalten und er gratulierte zum ersten QRP QSO mit dem Gerät und beglückwünschte mich zu dem schönen lauten Signal.

Da sieht man es wieder: Wenn die Propagation passt, geht es auch hervorragend mit QRP. Für mich eine Motivation in diese Betriebstechnik wieder einzusteigen.

 

Meine QRP Funkgeräte für den Amateurfunk

Infiziert wurde ich mit dem Funkvirus schon in frühester Kindheit durch meinen Vater. Weiteres tat damals mein Onkel DL2UN, Siegfried dazu, bei dem ich manchmal Stunden im Keller an der Funkstation saß und ihm zuschauen durfte, wie er Funkverbindungen auf der Kurzwelle in die ganze Welt machte.

Entzündet wurde diese Leidenschaft in den 90er nerneut durch meinen Funkfreund Alfred, DF9VB.

 

Alfred brachte mich auch gleich auf die richtige Schiene. Nämlich CW und QRP und Selbstbau.

Das sind drei Bereiche im Amateurfunkdienst, die ich bis heute betreibe und wohl auch noch weiter betreiben werde, einfach weil diese Dinge mir sehr viel Spaß machen.

So wurde mein erstes Selbstbauprojekt auch gleich ein 20 M Band CW Transceiver, den Alfred und ich aufbauten. Die Entwicklung stammte damals von einem OM aus München, dessen Name und Rufzeichen ich leider nicht mehr habe.

Dieses Gerät war, gerade für mich als Anfänger, gar nicht so einfach aufzubauen. Es war nicht einer von diesen Bausätzen, die man heute so kennt. Nein nein hier musste alles selbst gemacht werden. Wir bekamen von dem OM lediglich die Schaltpläne für das Gerät. Wir mussten die Platinen besorgen und ätzen, wir mussten sämtliche Bauteile besorgen und wir mussten auch ein Gehäuse auswählen und entsprechend bearbeiten.

Bei dem Gerät handelte es sich um einen Einbandtransceiver für das 20 Meter Band in Sandwichbauweise. Das bedeutete, dass die Sende und Empfangsplatinen aufeinander geklappt waren, wie bei einem Sandwich eben. Es hat lange gedauert, aber der TRX hat letztendlich funktioniert und brachte ca. 2 Watt HF an die Antenne. Ich machte damit übrigens meine erste Überseeverbindung in die USA mit einem Selbstbau QRP Gerät. Das war ein riesen Erfolgserlebnis damals.

Das 2. Selbstbauprojekt war dann ein etwas kleineres. Es handelte sich dabei um einen Bausatz von QRPProjekt aus Berlin. Es war, ich schätze mal, eines der ersten Projekte, welches DK1HE für QRPProjekt entwickelt hatte. DF2OK hat auf seinem Blog dazu mal ausführlich berichtet. Ich hatte für das Gerät auch verschiedene Bandmodule gebaut. Es machte ca. 1 Watt Ausgangsleistung. Auch hiermit gelangen mir viele CW-QSOs, die viel Spaß gemacht haben.

 

 

2005 war es dann soweit und ich baute einen Elecraft K2. Das war das bisher größte Selbstbauprojekt. Zum K2 muss man auch nicht besonders viel schreiben, es gibt im Netz sehr sehr viele Berichte zu dem Gerät zu lesen.

 

 

Weiter ging es dann mit einem Yaesu FT-817. Ein hervorragendes kleines Multitalent. War allerdings kein Selbstbauprojekt mehr, sondern ein Fertiggerät. Ich habe es mit dem TCXO und einem 300 Hz CW Filter von INRAD ausgestattet. Ein paar vernünftige Füße hatte es auch von mir bekommen 🙂 Mit dem Gerät habe ich viel mit portablen Antennen experimentiert. Einmal hatte ich es sogar mit in der Türkei.

 

Und zum guten Schluss kam der Elecraft KX3 in mein Shack. Ich habe das Gerät selbst gebaut und es mit dem KXFL3 dual-Passband Roofing Filter und dem KXAT3 Internal, 20-W Automatic Antenna Tuner ausgestattet. Manchmal bin ich damit portable QRV und oft betreibe ich es auch als SDR Empfänger an meinem iMac. Der KX3 ist auch das einzige QRP-Gerät, welches ich derzeit noch besitze.

 

 

Vom Aufbau des Elecraft KX3 habe ich ein Timelapse Video erstellt:

 

 

Ich habe hier auf dem Blog ja auch schon den ein oder anderen Artikel über den KX3 veröffentlicht 🙂

Hier gibt es eine Liste der Artikel

 

Nachtrag:

Den KX3 habe ich nun auch wieder verkauft. Er stand in letzter Zeit mehr rum als alles andere.

Scheinbar geht es aber nicht so ganz ohne QRP Geräte, denn letzte Woche habe ich mir wieder einen Yaesu FT-817 gekauft.

FT-817

Ich finde den 817 total genial wegen seiner Kompaktheit und den vielen Bändern die er bedienen kann. Er wurde auch gleich wieder mit dem entsprechenden Equipment ausgestattet. Als erstes bekam er die ach so wichtigen Peg Legs und anschließend einen 300 Hz CW Filter. Der TXCO durfte auch nicht fehlen und für die digitalen Betriebsarten bekam er noch einen SignaLink spendiert.

Ft-817 mit SignaLink

Weitere Berichte zum FT-817 gibt es hier zu lesen.