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Das Tytera MD380 in der Praxis

Das Tytera MD380 nutze ich nun seit knapp einer Woche und ich muss sagen, es macht richtig Spaß. Dafür, dass es sich bei dem Tytera um ein Low Budget Produkt aus China handelt, hat das Teil ne ganze Menge drauf.

Man muss allerdings, um es vernünftig nutzen zu können, eine gehackte Firmware von Travis Goodspeed einspielen. Hat man das getan, hat man deutlich mehr Funktionen, als im Originalzustand.

Man kann beispielsweise eine USER.CSV einspielen. Das ist eine Liste mit allen am DMR teilnehmenden Funkamateuren mit der DMR-ID, Call, Name und Region. Macht jetzt eine Station Betrieb, kann man am Display des Tytera gleich das Rufzeichen, Name und Region sehen.

 

Darüber hinaus sieht man auf dem Standarddisplay am unteren Rand die zuletzt gehörte Station mit der entsprechenden Talkgroup.

 

Als weiteres Bonbon gibt es mit der neuen Firmware Direktzugriffe über die Tastatur. Das ist im Betrieb ganz praktisch, weil man ne Menge zusätzlicher Informationen abrufen kann.

Um diese Funktionen zu aktivieren bitte im Gerätemenu unter 

Utilities
MD380Tools
den letzten Punkt DevOnly
einschalten.

Auf der Taste 4 liegt eine Liste der zuletzt gehörten Stationen mit der entsprechenden Talkgroup, die man mit der Taste 5 bei Bedarf entleeren kann.

 

Auf der Taste 8 liegen weitere Informationen zum Repeater, der Talkgroup usw.

 

Auf der Taste 9 liegen Informationen zum Zeitschlitz, den Sende- und Empfangsfrequenzen usw.

Mit der Taste 7 kommt man schließlich wieder auf das Ausgangsdisplay zurück.

Die Firmware

Das Einspielen dieser Firmware von Travis Goodspeed ist allerdings etwas Tricky. Ich habe es letztendlich in der VMWare auf meinem Mac in einer Linux Virtualisierung gemacht.

 

Hält man sich an die Vorgaben auf der Github Seite von Travis Goodspeed sollte es aber kein Problem sein, die Firmware einzuspielen. Was man beachten sollte ist, wenn man die User.CSV einspielt, dass das Gerät nicht im Bootmodus, sondern im normalen Betriebsmodus gestartet ist. Übrigens liegt auf Github ein sehr gutes PDF File, welches alles sehr sehr gut beschreibt.

Auf Youtube habe ich ein Beispielvideo eingespielt, welches ein QSO auf dem Tytera MD380 zeigt.

 

Kenwood SW-200

Kenwood SW-200

Irgendwie ist es eins meiner Lieblingsgeräte.

Ich habe es vor ca. 15 Jahren von einem befreundeten OM, der es auch schon einige Jahre in seinem Besitz hatte,  geschenkt bekommen.

Es ist ein Pep Wattmeter, dass die Sendeleistung bis 200 Watt (es gibt auch ein SW-2000 für Leistungen bis 2000 Watt) und auch die reflektierte Leistung – also auch das SWR – anzeigt.

An das Gerät lassen sich 3 Koppler anschließen. Im Optimalfall kann man den Frequenzbereich von 1,8 bis 450 MHz abdecken.

Ich habe an meinem Gerät 2 Koppler angeschlossen, einmal für die Kurzwelle und einen für den VHF / UHF Bereich.

Durch das Gerät habe ich immer meine Vorlaufleistung und das SWR im Blick. In SSB ist die Pep Messung eine tolle Sache. Und hier wird wirklich PEP gemessen und nicht nur irgendein Kondensator aufgeladen.

Leider sind an diesem Gerät beide Beleuchtungsbirnen der Drehspulinstrumente im laufe der Zeit ausgefallen.

Zur entsprechenden Reparatur musste ich erst mal sehen, wie man an die kleinen Birnchen rankommt. Erst hatte ich vermutet dass es irgendwie von innen gehen müsste. Also erst mal das Gerät aufgeschraubt.

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Hier sah es aber mal gar nicht nach Glühbirne aus 🙂

Dann habe ich vorsichtig die Bezeichnungsleiste unter den Instrumenten gelöst und siehe da. Es kamen zwei Schrauben zum Vorschein, durch die ich die komplette Kunststoffabdeckung von den Instrumenten lösen konnte.

Kenwood SW-200 vorne ohne Abdeckung

 

Und da saßen sie auch schon: Kleine Subminaturglühlämpchen (die aber wohl schon einmal getauscht wurden, denn original sah das nicht aus).

Drehspul mit Glühbirne

 

Lämpchen

 

Bei einem Elektronikversender bin ich fündig geworden, und habe mir gleich einige dieser kleinen Lämpchen schicken lassen.

Ein erster Test zeigte, dass sie auch mit 12 Volt genügend Licht hervorbringen.

12 Volt Test

Flux waren die kleinen Birnchen eingelötet und alles funktioniert wieder wie es soll.

Und ich finde, dass das Kenwood SW-200 irgendwie eine besondere Stimmung ins Shack bringt.

 

SW-200 mit FT-847

 

Anzumerken ist noch, dass man beim Umgang mit dem Hohlstecker für die Spannungsversorgung höllisch aufpassen muss. Kenwood hat es bei diesem Gerät geschafft, den Pluspol außen und die Masse auf den Stift zu legen. Sollte der Stecker mal auf einem Gerät liegen, welches Masse auf dem Gehäuse hat, kann das ganz schön komisch werden. Mir ist das nämlich so passiert und Gott sei Dank ist nichts kaputt gegangen. Man sollte aber gewarnt sein.