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QRP und CW

W2 bei DL2YMROb QRP Betrieb Spaß macht, hängt klar von der Betriebsart ab in der gefunkt wird. Macht man QRP in SSB ist das oft nicht besonders ertragreich.

In CW und den Digitalbetriebsarten sieht das ganz anders aus.

 

QRP und CW gehören für mich einfach untrennbar zusammen. Wer gerne CW macht, wird auch mit QRP viel Spaß haben. Da CW Geräte für den Selbstbau gut geeignet sind, gehört auch oft der Eigenbau der Geräte mit zur QRP Welt.

Aber warum ist das eigentlich so, dass man mit CW gute Ergebnisse erzielt und mit SSB nicht?

Die Antwort findet sich in der Bandbreite. SSB benötigt für die Aussendung eine Bandbreite von ca. 2.700 Hz.

Die Bandbreite eines CW Signals ist von der Tastgeschwindigkeit und der Signalverzerrung abhängig. Bei einer Tastgeschwindigkeit von 100 Buchstaben oder 20 Wörtern pro Minute ergibt sich eine Bandbreite von ca. 100 Hz.

Setzt man das ganze nun in ein Verhältnis zueinander könnte man sagen, dass SSB Signal ist 27 Mal so breit wie das CW Signal. Folglich muss ich 27 mal so viel Energie in ein SSB Signal Pumpen um genau so laut wie mit dem CW Signal gehört zu werden.

Wenn ich jetzt von einer Standardleistung eines SSB Transceivers von 100 Watt ausgehe, dann muss ich für die gleiche Signalstärke in CW nur ein 27tel der 100 Watt aufbringen. Das sind 3,7 Watt, sagen wir rund 5 Watt.

Das heisst, ich bin mit 5 Watt CW genau so laut wie mit 100 Watt SSB.

Und es funktioniert!

Gestern z.B. habe ich mit 5 Watt ein Pileup von J88DR (Saint Vincent) auf 15 Meter mit einer Vertikalantenne knacken können und bin mit QRP in sein Log gekommen. Ich finde, die Freude über solch ein QSO ist größer, als wenn ich es mit 1 KW und einem 5 Element Beam geschafft hätte. Das kann ja jeder 🙂

Noch größer ist die Freude, wenn man das Funkgerät auch noch selbst gebaut hat.

Ich werde nie dieses Erfolgserlebnis vergessen, als mir mit meinem ersten selbstgebauten 20 Meter Monobandtransceiver eine Verbindung in die USA mit einem Watt geglückt ist!

Und der Vollständigkeit halber:

Der Unterschied eines 100 Watt SSB Signals zu einem 5 Watt SSB Signal sind ca. 13 dB also rund 2 S-Stufen. Der Unterschied ist auch viel geringer, als die meisten vermuten. Wenn beispielsweise Abends im 80 Meter Band die 100 Watt Signale bei S9 +20 dB liegen, dann macht die 5 Watt Station auch immerhin noch S9 +7 dB.

Oft funken QRPer aber auch mit Behelfsantennen und das macht die Sache in SSB dann sehr schwierig.

Aber für die CW Leute gilt: Versucht es einfach mal! Am besten abends im 80 Meter Band um 3.560 kHz mal schauen und die Leistung auf 5 Watt begrenzen. Ihr werdet euch wundern!

 

QRSS Labs Ultimate Beacon Kit

Nachdem ich hier über das Ultimate Beacon Kit berichtet habe, habe ich nach der 40 Meter Version nun auch die 30 Meter Version aufgebaut.

Ich habe vom Aufbau des Gerätes ein kleines Video erstellt:

Jetzt wird noch passend programmiert und dann gehe ich damit auf Sendung.

Mal sehen wo ich mit 23 dBm überall gehört werde.

 

CQ World Wide WPX Contest in CW

Es war wieder einmal spannend.
Leider hatte ich nicht die Zeit, die ich mir für den Contest gerne genommen hätte.
Bei so schönem Wetter ist es schwierig der XYL zu erklären, wie wichtig doch so ein Contest ist 🙂

Ein wenig Zeit zum „mitspielen“ habe ich aber dennoch gefunden.

Gereicht hat es letztendlich für 314 QSOs auf den Bändern 40, 20, 15 und 10 Meter. Auf 80 und 160 Meter bin ich nicht aktiv gewesen. Im Ergebnis waren das dann 131.890 Punkte. Nicht viel, aber es hat Spaß gemacht.

Eine Auswertung der einzelnen Kontinente kann man flux in Wintest erstellen:

Die Auswertung der Anzahl erreichten DXCC Gebiete nach Bändern:

Eine Auflistung der erreichten einzelnen DXCCs:

Ich habe meine QSOs bereits in das Cabrillo Format exportiert und dem Robot der CQWPX gesendet.
Das gibt auch wieder ein paar Punkte für den RRDXA.

Neue DXCCs waren für mich diesmal leider nicht dabei. Aber nach dem Contest ist ja bekanntlich vor dem Contest.

CW Skimmer als DXCluster über Telnet

Seit kurzem bin ich Besitzer der CW Skimmer Software von Alex Shovkoplyas, VE3NEA.

Heute habe ich mich ein wenig intensiver mit der Software beschäftigt und festgestellt, dass man damit sogar einen Telnet Server betreiben kann.

In der Software wird das wie folgt eingestellt:

Also einfach in den Settings den Haken bei Enable Telnet Server setzen und das wars auch schon.

In Swisslog habe ich dann den Telnet Server eingerichtet. In meinem Fall unter der IP des Hauptrechners 192.168.2.32 auf dem Port 7300. Ich habe den Server einfach CWSkimmer genannt.

Wenn der CW Skimmer nun Stationen auf dem Band identifiziert, schreibt er sie in den CWSkimmer Cluster. Hier war es z.B. 9A3FO, den ich mal wahllos herausgegriffen habe.

Diese Informationen erscheinen dann auf meinem Desktop, auf dem Swisslog läuft:

Und das schönste daran ist, falls ich dieses DXCC auf dem entsprechenden Band noch nicht gearbeitet oder bestätigt habe, erscheint es in meinem DX Meldungsfenster und ich erhalte eine entsprechende optische Information. Könnte also direkt auf die Frequenz springen und die Station arbeiten. Die Station wird auch mit Sicherheit zu hören sein, denn ich habe sie mit Hilfe des CW Skimmers ja selbst in meinem Empfänger identifiziert. Ist also nicht so wie bei vielen Clustermeldungen, wo viele Stationen gespotet werden, die ich hier an meiner Station gar nicht hören kann.

Find ich eine richtig gute Sache, die sicherlich dazu verhelfen wird, auch die Bandpunkte für einzelne Bänder zu erhöhen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch das Reverse Beacon Network.