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Die ersten Ergebnisse mit dem Spiderbeam

Die ersten Ergebnisse mit dem Spiderbeam sind fantastisch!

Spider für Slider

Gestern Abend habe ich ca. 1/2 Stunde QSO mit CX8TC in Uruguay auf 20 Meter in SSB gefahren. War ein klasse QSO und beidseitig immer über S9. Ein Vergleich des Spiders zur Vertikal ergab eine Differenz an der Station in Uruguay von 10 dB. Genau so stellte sich das Empfangsmäßig für mich auch dar. Trotzdem kann man nicht davon ausgehen, dass die „Hinwelle“ den gleichen Weg einschlägt wie die „Rückwelle“. Da können starke Differenzen drin sein.

Wer sich mit Ausbreitungsbedingungen intensiver beschäftigen möchte, und der englischen Sprache mächtig ist, dem Empfehle ich das Buch Propagation and Radio Science.

Aber nun zurück zu den Ergebnissen.

Der Spider ist jetzt seit gut einer Woche aufgebaut und ich arbeitete viele Stationen sowohl in CW, als auch in SSB. Im einzelnen waren das:

DatumRufzeichenBandModeDXCCKontinent
12.04.16UP44WFF40mCWUNAs
12.04.16RM55GC40mCWUAEu
12.04.164K9W30mCW4JAs
14.04.16HG225U20mCWHAEu
14.04.16ET7L10mCWETAf
15.04.16W0W20mCWKNA
15.04.16HG225R20mCWHAEu
15.04.16V44KAI20mCWV4NA
15.04.16EA6AM20mSSBEA6Eu
15.04.16EY8MM15mCWEYAs
15.04.16A25UK12mCWA2Af
16.04.16ZZ7ZZ20mCWPYSA
16.04.16KP4EJ20mCWKP4NA
16.04.16PV8ADI20mCWPYSA
16.04.16N4BP20mCWKNA
16.04.16WO4O20mCWKNA
16.04.16N4YD20mCWKNA
16.04.164Z1PS20mCW4XAs
16.04.169M2PUL20mCW9M2As
16.04.16Z370CEF20mCWZ3Eu
16.04.164S6NCH20mSSB4SAs
16.04.16YT160TESLA30mCWYTEu
16.04.16E21YDP20mCWHSAs
16.04.16E29BUQ20mCWHSAs
16.04.16T88SM20mCWT8Oc
16.04.16V55DX15mSSBV5Af
16.04.16RW55YG15mCWUA0As
16.04.16A60SHD15mSSBA6As
16.04.16TC2016EXPO20mSSBTAAs
16.04.16IQ0RM20mSSBIEu
16.04.16A25UK15mCWA2Af
16.04.16EP2A20mCWEPAs
16.04.16HG225M20mSSBHAEu
17.04.16EP2A20mSSBEPAs
18.04.16EP2A40mCWEPAs
18.04.16A25UK20mCWA2Af
18.04.16EP2A30mCWEPAs
19.04.16CX8TC20mSSBCXSA
19.04.165B4AMM20mCW5BAs
19.04.16PU5SSR10mSSBPYSA
19.04.16CO8LY15mSSBCONA
19.04.16CV5A15mSSBCXSA
19.04.16CE2AWW10mCWCESA
19.04.16LU7EC12mSSBLUSA
19.04.16CX7SS12mSSBCXSA
19.04.16LU8EEM12mSSBLUSA
19.04.164S7AB20mCW4SAs
19.04.16E41WT20mSSBE4As
19.04.167U7WARD17mSSB7XAf
19.04.164X0WARD20mSSB4XAs
19.04.16V84ARD20mSSBV8Oc
19.04.16VU3KPL20mCWVUAs
19.04.16CX7SS12mSSBCXSA
19.04.16EP2A17mCWEPAs
19.04.16EP2A15mSSBEPAs
19.04.16HS4UEL20mSSBHSAs
20.04.16EP2A15mCWEPAs

Insgesamt waren das 34 DXCCs, und ich habe nur Wert auf DX-Verbindungen, bzw. Slots, die ich noch nicht hatte, gelegt.

Es waren Verbindungen mit 6 Unterschiedlichen Kontinenten.

Im einzelnen waren das:

6 Verbindungen mit Afrika
24 Verbindungen mit Asien
8 Verbindungen innerhalb Europas
7 Verbindungen mit Nord Amerika
2 Verbindungen mit Ozeanien
10 Verbindungen mit Südamerika

Die weiteste Verbindung daraus waren 11.700 Kilometer.

Hier noch eine grobe grafische Darstellung:

Spider

ADIF Files grafisch darstellen kann man hier.

VK0IR eine DXPedition der Superlative

Ich kann mich noch gut erinnern, es war zu meiner Anfangszeit als OM im Jahre 1997.

Die erste richtige DXPedition, die ich auf allen damals verfügbaren Kanälen verfolgt habe. In erster Linie waren das die Informationen auf den Bändern, im DX-Cluster und in den Veröffentlichungen in der CQDL.

Ich fand das damals schon total gigantisch, was bei derartigen DXPeditionen für ein Aufwand getrieben wird, und was das alles an Geld verschlingt. Vielleicht hat mich genau diese DXPedition auch ein wenig geprägt, denn seit dem verfolge ich viele dieser DXPeditionen und versuche sie auch immer zumindest mit einem QSO ins Log zu bekommen.

Leider ist mir das damals bei der Heard Island DXPedition VK0IR nicht gelungen. Die Pileups waren einfach nur gigantisch und für meine damaligen Möglichkeiten auf den Bändern waren die Jungs für mich schlicht und ergreifend nicht erreichbar.

Heute las ich auf dem Blog von KY6R, dass das Buch der DXPedition jetzt kostenlos als PDF-File im Internet downloadbar ist. Sicherlich ein Leckerbissen für alle diejenigen, die sich für DXPeditionen und insbesondere VK0IR interessieren.

Hier der Link zum Blog von Robert

Was passiert mit den QSL Karten vom OV-Abend?

Heute gab es auf dem OV-Abend von N-47 ne ganze Menge QSL Karten für mich.

QSL Karten

Manch einer fragt sich vielleicht, was macht ein Funkamateur mit seinen ganzen QSL Karten?

Ich möchte mal versuchen, die Frage zu beantworten. Ich kann aber nur sagen, was ich persönlich mit den QSL Karten, nachdem ich sie auf dem OV-Abend bekommen habe, mache. Dies ist eine Lösung, die für mich die beste ist und hier sehr gut funktioniert. Bei vielen anderen Funkamateuren sieht der Workflow mit den QSL Karten wahrscheinlich gänzlich anders aus.

Zuerst werden die QSL Karten in meiner Logbuchsoftware erfasst. In meinem Falle auf dem iMac ist das die Software Rumlog von DL2RUM.

Rumlog

Im Moment ist Rumlog NG in der Entwicklung.

Die Karten lassen sich damit durch alle möglichen Kriterien in der Software auswerten. Z. B. werte ich damit regelmäßig meine gearbeiteten DXCCs aus.

Laenderliste

Ich veröffentliche diese Statistiken regelmäßig hier auf dem Blog und auch auf meiner Seite auf QRZ.COM.

So habe ich immer den Überblick über das was ich gearbeitet habe und was ich noch brauche.
Eine interessante Auswertung in Rumlog ist auch die Anzeige der gearbeiteten DXCCs, für die noch QSL bzw. LOTW Bestätigungen ausstehen.

Wkd but not ccmd

Nachdem die Karten erfasst sind, werden sie bei mir mit dem Scanner ScanSnap IX500 eingescannt.

QSLs scannen

Hier habe ich schon einmal über den Scanvorgang und die integration in Evernote berichtet.

Der Vorteil durch das scannen ist, dass man in Evernote einfach per Eingabe des Calls die QSL Karte direkt griffbereit hat.

Die so bearbeiteten QSL Karten wandern dann in einen großen Karton, mit dem sie vermutlich irgendwann einmal entsorgt werden.

Schöne oder selten QSL Karten nehme ich allerdings raus und bewahre sie zusätzlich zur digitalen Version in einer Schachtel auf und es macht riesen Spaß, diese sich von Zeit zu Zeit einmal anzusehen.

Eine kleine Auswahl meiner QSL Karten zeige ich auch auf diesem Blog auf einer separaten Seite.

 

Was ist eigentlich Splitbetrieb?

Es kommt immer wieder vor, dass bestimmte Stationen auf Band sehr begehrt sind. Manchmal sind dies Sonderrufzeichen, manchmal bestimmte Inseln (IOTA) und manchmal auch besonders seltene DXCCs, wie z. B. vor kurzem die DXPedition zu Tromelin FT4TA.

Wenn so eine Station auf Band CQ ruft ist gleich ein riesiger Andrang. Jeder möchte gern ein QSO mit dieser Station fahren, um z.B. das DXCC oder diese seltene Insel oder was auch immer, für sich zu loggen.


Heute ist die Situation sogar noch viel schlimmer als früher, weil man sich jederzeit mit elektronischer Unterstützung überall z.B. mit dem Handy über neue DXCCs in Echtzeit informieren lassen kann (DXCluster). Wenn man in Reichweite seiner Kurzwellenstation ist, ist man schnell QRV und auch auf dieser Frequenz.

Der Andrang kann so heftig sein, dass von der DX Station nichts mehr zu hören ist, weil sie einfach „platt“ gemacht wird.

Solche Stationen machen in der Regel „Splitbetrieb“. Das bedeutet, dass die CQ rufende Station nicht auf der Frequenz hört, wo sie sendet. Meistens rufen diese Stationen dann:

CQ CQ CQ de XY1Z up

Und dieses kleine „up“ am Ende des Rufes bedeutet, dass die Stationen oberhalb ihrer Sendefrequenz hört. Es bringt also überhaupt nichts diese Station auf ihrer Sendefrequenz zu rufen, weil sie dort nichts hört. In CW hört die Station in der Regel 1 – 2 kHz oberhalb ihres Signals. Bei sehr seltenen Stationen kann der Bereich auch schon mal größer werden. In SSB ist es in der Regel 5 – 10 kHz oberhalb der Sendefrequenz. Manchmal geben die Stationen auch schon einen Hinweis darauf wo sie hören, indem sie z.B. CQ CQ CQ de XY1Z up 1 geben. Das bedeutet dann, dass die Station 1 kHz oberhalb ihrer Frequenz hört.

In diesem Fall muss man seinen Transceiver in den Splitbetrieb schalten und mit dem 2. VFO (SendeVFO) eine Frequenz etwa 1 kHz oberhalb der Empfangsfrequenz des 1. VFOs einstellen. So sendet man dort, wo das DX auch meine Signale hören kann. Wenn jetzt aber alle Stationen 1 kHz oberhalb der Sendefrequenz vom DX senden, ist das auch wieder nicht so gut, weil sich dort dann alles tummelt und für das DX ist es schwierig einzelne Stationen rauszuhören. Deshalb streut sich das „Pileup“ etwas auseinander und DX kann so durch leichtes verstellen seines EmpfangsVFOs rufende Stationen leichter aufnehmen.

Am komfortabelsten ist es sicherlich mit einem Empfangsmonitor oder einem SDR Empfänger. Damit kann man die Signale sichtbar auf einem Bildschirm beobachten und findet relativ schnell die QRG, auf der die DX-Station derzeit hört.

FT4TA