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Digimode FT8 Setup für den Yaesu FT-817

Da des öfteren Fragen kamen, wie man den FT-817 für FT8 einrichtet habe ich ein kleines Video dazu erstellt.

Viel Spaß beim Einrichten und mit FT8.

FT8 neuer Digimode

Es ist schon erstaunlich, wie viele Funkamateure weltweit bereits die neue „Digitalbetriebsart“ FT8 von dem Amerikaner K1JT nutzen.
Die Software dafür ist noch nicht mal released und die Bänder sind bereits voll von Aktivisten.
Die dafür notwendige Software WSJT-X steht derzeit als Release Candidate 2 in der Version 1.8.0 für die Plattformen Macintosh, Linux und Windows zur Verfügung.

Man kann es von der bekannten Seite vom Department of Physics der Princeton Universität runterladen.

Wer mit der Software bereits JT65, WSPR oder ähnliches macht, der kann gleich loslegen und braucht nichts umzukonfigurieren.

Wer neu mit der Software arbeiten möchte, muss die Programmparameter richtig einstellen und das Funkgerät für die CAT Steuerung und für die Soundübertragung an den Rechner (Mac, Linux oder Windows) anschließen.
Wie das geht ist im Internet hinreichend beschrieben. Wie das in meinem Falle mit einem Yaesu FT-857D an einem iMac geht, habe ich hier auf dem Blog in Grundzügen schon dargestellt.

Was ist FT8?

FT8 ist ein neuer Digimode entwickelt von: K1JT und K9AN.
FT8 bedeutet dabei: Frank-Taylor Design, 8-FSK Modulation.

Die charakteristischen Daten von FT8 sind:

– T/R sequence length: 15 s
– Message length: 75 bits + 12-bit CRC
– FEC code: LDPC(174,87)
– Modulation: 8-FSK, keying rate = tone spacing = 5.86 Hz
– Waveform: Continuous phase, constant envelope
– Occupied bandwidth: 47 Hz
– Synchronization: three 7×7 Costas arrays (start, middle, end of Tx)
– Transmission duration: 79×2048/12000 = 13.48 s
– Decoding threshold: -20 dB (perhaps -24 dB with AP decoding, TBD)
– Operational behavior: similar to HF usage of JT9, JT65
– Multi-decoder: finds and decodes all FT8 signals in passband
– Auto-sequencing after manual start of QSO

Der Vergleich mit JT9 oder JT65 zeigt, dass JT8 etwas unempfindlicher ist, dafür ist ein QSO aber 4 mal schneller im Log.

Die Praxis

Seit 2 Tagen teste ich die neue Betriebsart mit dem Yaesu FT-817ND und dem Yaesu FT857D. Beide Geräte sind „TCXO stabilisiert“ siehe dazu meine Artikel zum Thema.

Die Betriebsart ist einfach in der Praxis durchzuführen und vor allem, sie ist schnell. Ein QSO dauert alles in allem im besten Fall nur eine Minute. In der Praxis kann es dann je nach Verständlichkeit der Signale etwas mehr sein.

Man muss im Grunde genommen nur noch einen Doppelklick auf eine CQ rufende Station machen und der Rest des QSOs läuft von alleine ab.

Und trotzdem macht dieser Digimode viel Spaß.

Ich bin grad dabei mit diesem Mode die ganzen offenen Slots in meinem DXCC mit Digimode aufzufüllen.

Aber das wichtigste dabei ist: Ich bin als Funkamateur mal wieder so richtig aktiv 🙂

Übrigens kann man WSJT-X ganz wunderbar mit RUMlogNG koppeln.

Yaesu FNB85 Akku im Yaesu FT-817ND richtig laden

Bei meinem Yaesu FT-817ND war ein Ni-MH Akku (FNB85) dabei mit einer Kapazität von 1.400 mAh.

Ich weiss, es gibt mittlerweile bessere Akkus aus dem Lager der LiFePos, die in Sachen Kapazität und auch Ladungserhaltung den Ni-MH Akkus weitaus überlegen sind.

Sei es drum, der 1.400er Ni-MH Akku war halt dabei.

Nun aber zur Thematik: Wie wird dieser Akku im Yaesu FT-817 geladen?

Beim Funkgerät ist ein separates Ladegerät dabei, welches man meiner Meinung nach aber nicht braucht. Es liefert eine konstante Spannung von 12 Volt und einen maximalen Strom von 500 mA.

Rein rechnerisch wäre der Akku im 817 mit 500 mA Ladestrom ja nach knapp 3 Stunden voll. Dem ist aber nicht so.

Nachdem ich die Daten vom Ladegerät hatte, habe ich mein Netzteil so eingestellt, dass es eben diese 12 Volt mit maximal 500 mA Ladestrom macht.

Netzteil Laden des 817

Hier sind es nur noch 168 mA. Das Bild entstand am Ende des Ladevorgangs

Nun habe ich den Yaesu daran angeschloßen und über die AB-Tasten CHG aktiviert. Also CHG wie Charge= laden, und wieder ausgeschaltet.

Der Yaesu zählt dann die Ladezeit im Display von 6 Stunden runter.

Ft-817 ladend

Auch dieses Bild entstand während des Ladevorgangs und zeigt eine Restladedauer von 4 Stunden und 33 Minuten

Vorher muss man allerdings im Menu unter Punkt 11 BATT-CHG die Ladedauer einstellen (6, 8 oder 10 Stunden). Ich habe diesen Punkt vorsichtshalber erstmal auf 6 Stunden eingestellt, um den Akku nicht zu überladen. Nach 6 Stunden wird der Ladevorgang dann entsprechend automatisch beendet.

Zwischen dem Netzteil und dem Yaesu habe ich einen Power Analyzer gesteckt, der den Ladestrom misst und mir die Kapazität anzeigt, die schon in den Akku geschoben wurde. Mit meinen Powerpole-Ritsch-Ratsch-Klicksteckern ist das ja auch alles schnell gemacht. Passt halt alles gut zusammen. Über die Powerpoles habe ich auch schon an dieser Stelle berichtet.

Power Analyzer

Bei meinen Messungen hat sich ergeben, dass der FT-817 mit deutlich weniger Strom lädt, als diese 500 mA die das Ladegerät liefert. Entsprechend verlängert sich natürlich auch die Ladedauer. Mit 3 Stunden kommen wir hier bei weitem nicht aus.

Die gemessenen Werte waren dann wie folgt:

  • Am Anfang zieht der FT-817 genau 284 mA
  • Benötigte Ladezeit mit dem Strom: ca. 5 Stunden
  • Man sollte den Ladevorgang demnach nach 5 Stunden abbrechen
  • Nach 2 Stunden ist der Ladestrom auf 220 mA gesunken.
    • bis hierher hat er ca. 500 mAh geladen
  • Nach 3 Stunden ist der Ladestrom auf 200 mA gesunken
    • bis hierher hat er ca. 700 mAh geladen
  • Nach 4 Stunden ist der Ladestrom auf 195 mA gesunken
    • bis hierher hat er ca. 865 mAh geladen
  • Nach 5 Stunden ist der Ladestrom auf 184 mA gesunken
    • bis hierher hat er ca. 1050 mAh geladen
  • Nach 6 Stunden ist der Ladestrom auf 171 mA gesunken
    • bis hierher hat er ca. 1.245 mAh geladen

Hier habe ich den Ladevorgang abgebrochen, um den Akku nicht zu überladen. Ich denke aber mal, ne halbe Stunde könnte er noch.

Für mich habe ich festgestellt, dass das Laden des Akkus FNB85 mit einer Ladedauer von 6-6,5 Stunden ganz gut funktioniert. Der Akku sollte vorher natürlich relativ leer sein.

Und wieder in WSPR unterwegs

Die Betriebsart WSPR ist immer wieder faszinierend. Mehrfach habe ich hier auf dem Blog schon darüber berichtet, wie genial eigentlich diese Betriebsart ist. Leider verliere ich sie dann genau so oft wieder aus den Augen.

Eigentlich ist es ja auch immer wieder dasselbe.

Aber trotzdem!

Von Zeit zu Zeit macht es einfach Riesenspaß wieder in WSPR QRV zu sein. Sei es um eine neue Antenne zu testen, um einfach die Ausbreitungsbedingungen zu checken oder um einfach Spaß daran zu haben mit sehr wenig Leistung quer durch die ganze Welt zu funken.

Gestern war es dann mal wieder so weit. Ein Tweet auf Twitter hat mich auf die Idee gebracht und so war der Sonntagabend gesichert. Ich hatte wieder einiges damit zu tun die Software und auch den Yaesu FT-817 richtig ein zu stellen.

Das ist immer das gleiche Dilemma. Macht man etwas nicht ständig oder eher selten, vergisst man auch gleich wieder wie das ganze zu bewerkstelligen ist.

Gut, dass ich meinen Blog habe, wo ich sowas immer flux wieder nachlesen kann.

FT-817 mit Signalink WSPR

Nachdem alles wieder passend verkabelt und eingestellt war, konnte es auch gleich losgehen. Lausige 2 Watt schob ich in die Vertikalantenne mit dem FT-817. Die Ergebnisse sprachen für sich.

Weltkarte WSPR

Gleich mal im ersten Durchgang nach Australien im 40 Meter Band. Alle Achtung! Und das bei den Bedingungen. Es geht also doch!

Hier noch eine kleine Tabelle mit den Ergebnissen zwischen 17:40 Uhr und 17:48 Uhr.

Tabelle WSPR

Den Rest habe ich nicht abgespeichert, kann man aber im WSPRnet nachlesen.

Heute war ich auf 30 Meter in WSPR QRV. Wieder mit 2 Watt und einem ähnlich guten Ergebnis. Mit 2 Watt nach Neuseeland kann sich doch wohl sehen lassen, oder?

WSPR auf 30 meter nach Neuseeland

WSPR auf 30 Meter Tabelle

Wie sind denn Eure Erfahrungen mit WSPR? Habt Ihr das schon mal getestet? Mit welchen Sendeleistungen und was für Antennen habt Ihr verwendet?